Kosmetik selber machen

Die eigene Kosmetik machen

Als ich vor 30 Jahren damit anfing, hatten wir eine   kleine Apotheke in der nächsten Stadt, mit einem sehr kritischen Aphoteker hintern Pult, der mich unter seinen buschigen Augenbrauen stets streng musterte, wenn ich die 3 Rohstoffe!, die es damals gab, wieder nachholte. Weizenkeimöl, Bienenwachs und Lanolin. Mit diesen 3 und einen starken Absud einer Pflanze braute ich die ersten Cremes, die meist nach 1 Woche schon wieder zu entsorgen waren. Das war lästig, denn ich hatte schon immer viel zu tun, aber meine Haut erholte sich zusehends von einen Abstecher in die konventionelle, teure Kosmetiklandschaft. Also rührte ich brav weiter, konservierte mit einigen Tropfen Alkohol, in dem ich später auch Pflanzen legte. Kaufte mir alle Bücher von Faber bis Pütz u.a..,da war ich immer schon maßlos und da bin ich es heute noch. Mit der Zeit kamen Emulgatoren und Wirkstoffe, mehr Öle und mit dem Internetanschluß, auch in unserem Tal und einen Schnellsiederkurs, dazu, eröffneten sich Möglichkeiten nach mehr zu suchen und bestellen und es brach die Zeit der ungeahnten Möglichkeiten für uns Selbstrührer aus. Mir ging die Langsamkeit und das nicht erreichen meiner Lieferantin gegen den Strich und ich fing selbst einen Rohstoffhandel an, den Handelsschein hatte ich ja. Jetzt gings an fast rund um die Uhr rühren, denn ich probiere jeden Rohstoff erst selbst aus, wie schauen die fertigen Cremen, Lotionen, Gele, Butter aus, was kann man verbessern, mit anderen Rohstoffen eine noch bessere Konsistenz erreichen usw.. Alle Familienmitglieder wurden gecremt und gesalbt und ich machte mich nicht bei allen beliebt, auch nicht mit meiner gesunden Küche und den Ermahnungen, wie wichtig es ist, sich gesund zu ernähren. Denn gleichzeitig liefen auch meine Ausbildungen in der Kräuterkunde ohne die Einbeziehung der Pflanzen ist für mich eine gesunde Kosmetik auch nicht vorstellbar. Seit 12 Jahren werden die Regale immer mehr und immer voller mit den vielen Pflanzenauszügen in Öl, Alkohol, Glycerin-da war ich ganz vorne dabei und sie begeistern mich immer noch-, Essig, Verreibungen, Globoli, Spagyrik, die Ergebnisse, die man mit spagyrisch zubereiteten Rohstoffen erreicht überzeugen mich voll, nur das geht langsam, man braucht viel Zeit und Geduld, das bin ich nicht, da gibt es Menschen in meiner Nähe, die diese Fähigkeiten haben. Eine professionelle Ausbildung zur Kosmetikerin hab ich nie gemacht, ich war und bin immer noch der Praktiker, der seine Kenntnisse aus der Erfahrung, dem Gefühl, aus der Betrachtung des Ganzen macht, der nicht mit Fremdwörtern und unsinnigen Bezeichnungen beeindruckt oder verwirrt, sondern unsere schöne deutsche Sprache verwendet. Obwohl, englich werde ich noch lernen, da gibt es so viele tolle Bücher. Seifen sieden gehört natürlch auch zur Kosmetik, für mich die vollkommende Möglichkeit sich mit jeder Haut und dem entsprechenden Produkt dazu,  zu reinigen. Auch das eine Leidenschaft von mir, die mich in rauschartige Zustände versetzt und meine Tische manchmal überfüllt.

Aus diesen langjährigen Erfahrungen mache ich meine Rezepte, lerne täglich von meinen Kursteilnehmerinnen und den Kunden dazu, folge nicht jedem Trend und Guru, diese müssen für mich stimmig sein, Erfahrungen mit der Materie und vor allem auch das Wissen über die Pflanzen haben. Gute und weniger gute Redner, Kaufleute und Schreiber gibt es viele. Auch mir mißlingt immer wieder einmal ein Kosmetikprodukt und eine Seife, auch daraus lernt man. Was ich bei mir feststelle, ich mach wieder mehr einfache Rezepte, mit den tollen Wachsen die es jetzt gibt, diese Cremen und Salben tun der Haut auch sehr gut, auch der jüngeren, denn sie sollten die Defizite, die die Haut heute oft hat, ausgleichen, zumindest so lange, bis die innerliche Gesundheit hergestellt ist.

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